Die Nominierten für
Der Preis der silbernen MedienLÖWIN ist nicht nur deshalb sinnvoll, weil er Journalismus prämiert, der sich für Chancengleichheit und ein modernes Frauenbild einsetzt. Die Themenvielfalt der eingereichten Beiträge erinnert uns auch jedes Jahr daran, wie viele verschiedene „Baustellen“ auf dem Weg zur Gleichstellung noch zu bearbeiten sind.
Heuer ist das Portfolio der angesprochenen Schieflagen besonders breit. Es reicht von Gewalt gegen Frauen über Sexismus im Fußball, patriarchale Strukturen im öffentlichen & privaten Leben oder gender-ignorante Medizin bis hin zum Heldinnentum in – zumeist von Männern geschaffenen – Unterdrückungs-Regimen und Kriegen.
Entsprechend schwierig war es für die Medienfrauen in unserer Jury, ihre Schwerpunkte zu setzen und ihre Auswahl zu treffen.
Die Nominierten sind:
Ein Punkte-Gleichstand führt heuer zu insgesamt fünf Nominierungen in der Kategorie der MedienLÖWIN SILBER.
Mit Kommentaren wie „beeindruckender Mut“ oder „ein Aufruf an uns alle, auf unsere Demokratie und Freiheit aufzupassen“, würdigt die Jury gleich zwei Reportagen über Krieg und Widerstand. Es geht dabei nicht um schicksals-erdrückte Ohnmacht, sondern um starke Frauen in der Ukraine und in Belarus: Sophia Maiers „Warum wir bleiben“ auf RTL „#WHY” und „Farben im Schnee“ von Juliane Tutein auf phoenix TV.
Ebenfalls nominiert: Delna Antia-Tatić, für die Folge „Einen katholischen Österreicher dürfte ich niemals heiraten“ aus der Podcast-Serie „Du bestimmst. Punkt.“ des Magazins „biber“. „Der Bericht zeigt nicht nur auf, er bestärkt junge Frauen vielmehr dabei, ihre eigenen Wege zu gehen – das ist echtes Empowerment!“, sagt die Jury.
„Man tötet nicht aus Liebe - Der Staat“ von Lisa Wölfl für den Podcast von MOMENT.at thematisiert Gewalt an Frauen und dabei vor allem die unrühmliche Rolle, die staatliche Stellen dabei häufig spielen. „Die Ignoranz, die hier so deutlich aufgezeigt wird, ist erschreckend“, so eine Jurorin.
„Sichtbar, stark und selbstbewusst – die Revolution der Frauen über 50“ von Franziska Mayr-Keber und Constanze Grießler für ORF/3sat schaffte es in die Shortlist, weil die Jury meinte: „Endlich wird darüber gesprochen – und hier auch noch in exzellenter Weise.“